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Bier sehen, riechen, schmecken

Digitale Bierprobe: Drei Vertriebsmitarbeiter haben die Ausbildung zum Diplom-Biersommelier abgeschlossen und laden euch am 17. April zu einer gemeinsamen Verkostung ein.

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Bier ist nicht gleich Bier: Pils, Weizen, Bockbier, Schwarzbier, Kellerbier – das sind nur einige Beispiele für verschiedene Stilrichtungen von Bierspezialitäten. Doch auch ein Pils ist nicht gleich ein Pils! Im Sortiment der Familienbrauerei finden sich beispielsweise gleich drei Pilsbiere mit unterschiedlichen Charakteren: das CD Pils sowie unsere beiden Neuzugänge Schwaben Bräu Das Pils und Wulle Pils. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, die Unterschiede zu benennen – „es schmeckt halt anders“.

Ein Sommelier hingegen kann den Unterschied sicher in Worte fassen, denn er ist ein Kenner seines Produkts und der Gastronomie. Drei unserer Vertriebsmitarbeiter haben vor Kurzem die Ausbildung zum Diplom-Biersommelier abgeschlossen: Swen Nöth, Verkaufsleiter Gastronomie in der Kernregion, Richard Cazacu, Verkaufsleiter Gastronomie in Stuttgart, und Holger Reinhardt, Gebietsverkaufsleiter Gastronomie Ferngebiet.

Im Interview haben sie mir von ihrem Seminar erzählt – und was sie sich für euch ausgedacht haben: Swen und Richard laden euch am 17. April zu einer schwäbischen Bierprobe ein – natürlich digital!

Holger Reinhardt, Swen Nöth und Richard Cazacu mit Biersommelier-Urkunde
Holger Reinhardt, Swen Nöth und Richard Cazacu (v. l.) haben die Ausbildung zum Biersommelier erfolgreich absolviert.

Ihr drei seid nun ausgebildete Biersommeliers. Mit welchen Themen habt ihr euch in der Ausbildung beschäftigt?

Swen Nöth: Als Biersommelier betrachtet man das Produkt ganzheitlich – angefangen von den Rohstoffen über die Brauverfahren bis hin zu den unterschiedlichen schlussendlich gebrauten Bieren. Darüber hinaus geht es um Themen wie Schanktechnik, Hygiene, Gläser oder das Zusammenstellen einer Bierkarte. Die Aufgabe eines Sommeliers in der Gastronomie ist es unter anderem, sowohl den Gastronom als auch den Gast zu beraten und eine Bierempfehlung zum Essen auszusprechen. Dazu muss man zum einen seine Biere kennen und zum anderen ein Gefühl für zueinander passende Aromen haben.

Holger Reinhardt: Darum haben wir auch mit Bier und seinen Rohstoffen gekocht. Es gab zum Beispiel eine bierige Eierspeise mit Münchner Malz und Pils und zum Nachtisch ein bieriges Schokomousse mit Malzbier und Roggenmalz. Man kann Gerichte also nicht nur hervorragend mit fertigem Bier verfeinern, sondern auch mit dessen Bestandteilen. Außerdem haben wir verschiedene Biere zusammen mit Käse oder Schokolade verkostet. Beides sehr leckere Kombinationen!

Ihr drei beschäftigt euch als Vertriebsmitarbeiter bereits intensiv mit Bier. Gab es trotzdem einen „Aha-Moment“ bei der Ausbildung?

Angehende Biersommeliers bei der Bierverkostung
Rund 100 verschiedene Biere verkosteten die angehenden Sommeliers.

Holger Reinhardt: Die unglaubliche Biervielfalt hat mich sehr beeindruckt. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Lambic Biere – hier vor allem die Geuze. So etwas kannte ich vorher nicht. Faszinierend fand ich auch die Trappistenbiere und ihre Geschichte.

Richard Cazacu: Mich haben auch die vielen Bierstile und die verschiedenen Brauverfahren begeistert. Vor allem die Biere aus Belgien haben mich positiv überrascht.

Swen Nöth: Für mich gab es mehrere „Aha-Momente“. Die meisten hingen aber – wie bei meinen Kollegen – mit den ausländischen Bierstilen, vor allem mit den belgischen, zusammen. Besonders erstaunt war ich auch über die Information, dass Frauen sozusagen einst das Bier beim Brotbacken entdeckt haben! Das war mir so nicht bekannt.

Inwiefern hilft euch euer neu gewonnenes Wissen bei eurer täglichen Arbeit im Gastronomie-Vertrieb?

Ansteck-Pin Diplom-Biersommelier
Den „Diplom-Biersommelier“ dürfen die Mitarbeiter nun an ihrem Sakko tragen.

Richard Cazacu: Da wir täglich mit dem Produkt Bier unterwegs sind, ist es sehr hilfreich, mehr über den Brauprozess, die Schanktechnik, das Reinheitsgebot und die verschiedenen Bierstile zu wissen. Damit können wir unsere Beraterfunktion noch besser ausfüllen. 

Holger Reinhardt: Geplant sind von mir geführte Verkostungen und Speisenbegleitungen mit Bieren aus der Familienbrauerei. Mehr sei an dieser Stelle noch nicht verraten, aber da wird es in der Familienbrauerei etwas Neues für Bierliebhaber geben!

Trinkt ihr euer Bier nun anders?

Holger Reinhardt: Mit Sicherheit! Vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit, Leidenschaft und Präzision die Bierherstellung beinhaltet.

Richard Cazacu: Mir ist gleich nach dem Kurs aufgefallen, dass ich den Herstellungsprozess und das Produkt Bier nun aus einem anderen Blickwinkel betrachte, weil ich einfach mehr darüber weiß und mir andere Dinge auffallen, die ich vorher nicht bewusst wahrgenommen habe. Zum Beispiel kann ich Bier jetzt noch mehr genießen, weil ich automatisch mehr auf die Sensorik, also Farbe, Geruch und Geschmack, achte.

Swen Nöth: Tatsächlich probiert man ein neues Bier mit mehr Bedacht und achtet auf die Eindrücke, um es für sich selbst zu beschreiben. In der Ausbildung haben wir auch klassische Geschmacksfehler im Bier kennen gelernt, zum Beispiel den „Buttergeschmack“, „Lichtgeschmack“ oder „Pappe“. Der „Buttergeschmack“ entsteht durch eine erhöhte Konzentration des Stoffes Diacetyl, ein Stoffwechselprodukt von Hefen und Bakterien. Wobei sich über Geschmack ja bekanntlich streiten lässt: Was für den einen ein Fehler ist, empfindet der andere als angenehm. Im böhmischen Pils wird der Buttergeschmack in geringem Maß als positiv empfunden.
Beim „Lichtgeschmack“ handelt es sich um eine Umwandlung der Hopfenbitterstoffe durch den Einfall von Licht. Das Aroma wird in der Fachwelt mit dem Stinktier verglichen – sehr unangenehm! Darum wird Bier in der Regel auch in grüne oder braune Flaschen abgefüllt, da diese die schädlichen Wellenlängen des Lichts absorbieren. Und kommt Bier zu lange mit Sauerstoff in Kontakt, entsteht durch Oxidation ein Geschmack von nasser Pappe.

Verschiedene Biere im Glas
Bier unterscheidet sich durch mehr als den Geschmack: Auch Farbe und Geruch sind von Bier zu Bier verschieden.
© Pixabay/Peter Kraayvanger

Die Ausbildung zum Biersommelier steht grundsätzlich jedem offen. Sollte ich mich zum Biersommelier ausbilden lassen?

Swen Nöth: Ich finde unbedingt! In unserem Lehrgang waren 20 Teilnehmer aus ganz Deutschland und mit unterschiedlichstem Hintergrund – vom Hobbybrauer und Hopfenbauer bis zum Rechtsanwalt und Stammtischforscher! Ein Kollege kam sogar aus Südostasien, wo er sein eigenes Bier vermarktet.

Holger Reinhardt: Wenn man Spaß an Bier hat, eröffnet einem der Kurs einen Einblick in die Welt der Biere, der sich dem Laien so nicht erschließt, von der Herstellung über die richtige Speisenbegleitung bis hin zum richtigen Glas. Wenn man sich damit auskennt, hat Bier eine unglaubliche Vielfalt und bietet für jeden Geschmack ein passendes Erlebnis.


Ihr wollt auch Biersommelier werden?

Hier findet ihr weitere Informationen zum Kurs, den unsere drei Kollegen besucht haben.

Und falls ihr beim Lesen Appetit auf bierige Rezepte bekommen habt: Probiert doch mal unser Bieramisu oder das Braumeisterbrot aus!


Seid dabei: Digitale Bierprobe mit unseren Sommeliers

Für euch haben sich Swen und Richard etwas ganz Besonderes ausgedacht: Am 17. April laden sie euch zu einer digitalen schwäbischen Bierprobe ein!

Sieben Biere und zwei Gläser enthält die „Schwäbische Bierprobe 9er Box“ von Dinkelacker-Schwaben Bräu.
Diese Biere werden verkostet: Schwaben Bräu Das KellerPils, Heller Bock, Das Helle, Das Schwarze, Zwickl, Das Echte und Das Original.

Wann: Freitag, 17.04.2020, um 20:00 Uhr⁠
Wo: Bei euch Zuhause ⁠
Wie: Ihr bestellt euch die „Schwäbische Bierprobe 9er-Box“ – 7 verschiedene Biere aus dem Schwaben Bräu Sortiment, dazu 1 Seidel und 1 Becher – über unseren Onlineshop ganz bequem nach Hause und trefft unsere Biersommeliers um 20.00 Uhr auf der Facebook-Seite von Schwaben Bräu über Facebook Live.
Wichtig: Die Bierprobe-Box bis spätestens Ostermontag (13. April) bestellen, damit ihr ein paar Tage später voll ausgestattet beim digitalen Tasting dabei sein könnt!

Unsere Biersommeliers freuen sich auf euch!

Der Autor

Robert



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